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25.07.2008 - Meldung
Neue Brunnen am Wasserwerk in Schwitten
Durch den Rückzug am Ohl schaffen die Stadtwerke neue Kapazitäten, um - Versorgung gewährleisten zu können - Zwei Kilometer Leitungen verlegt
23.07.2008 MENDEN Ende des Jahres bekommt jeder Mendener sein Wasser aus dem Wasserwerk an der Ruhr in Schwitten. Da per Ratsbeschluss die Grundwasserquelle im Ohl stillgelegt wird, entstehen am Werk in Schwitten vier neue Brunnen, die laut Zeitplan noch im laufenden Jahr genutzt werden können. Erst dann werden die Brunnen im Ohl aufgegeben und erst dann kann der Bau der neuen OBO-Gebäude starten.
"Durch die bevorstehende Aufgabe der Brunnen im Ohl müssen wir neue Kapazitäten schaffen, um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können", erklärt Matthias Lürbke, Leiter der Gas- und Wasserversorgung bei den örtlichen Stadtwerken.
Der Arbeitsprozess für die Veränderungen am Wasserwerk ist zweigeteilt: Die erste Phase, die durch das Bohrunternehmen van Dornick aus Kalkar durchgeführt wurde, ist abgeschlossen. Es sind für die Brunnen sieben Meter tiefer Löcher mit einem Durchmesser von rund zwei Metern angelegt worden. Neben den vier neu entstehenden Brunnen wird im Schwittener Wasserwerk auch ein Anreicherungsbecken nach einer Komplettsanierung wieder in Betrieb genommen und ein zweites gebaut.
Durch diese mit feinem Sand versehenen Becken versickert das gewonnene Ruhrwasser allmählich und es wird so auf natürliche Art und Weise gesäubert. Für diese zweite Phase ist das Velberter Unternehmen USG Umweltservice zuständig. Damit der Ortsteil Lendringsen, der noch durch die Brunnen im Ohl versorgt wird, künftig durch das Schwittener Werk erreicht werden kann, haben die Stadtwerke das bestehende Wasserleitungsnetz ausgebaut.
"Von der Horlecke bis zur Fischkuhle haben wir über zwei Kilometer neue Leitungen verlegt, außerdem wird es eine Zwischenstation an der Fischkuhle geben", schildert Lürbke die durch den Rückzug am Ohl bedingten Veränderungen. (nico)
Artikel der Mendener Zeitung vom 25.07.2008