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26.06.2012 - Die Stadtwerke Menden werden erstmals seit acht Jahren die Wasserpreise anpassen

(vom 28.06.2012)

Zum 1. Juli werden die Stadtwerke Menden ihre Preise für die Wasserversorgung anheben.

Pressemeldung zum Download.

 

Menden, 26. Juni 2012.  „Wir haben es lange geschafft, diesen Schritt zu verhindern, aber nun führen die gesetzlichen Vorgaben sowie die Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Erhalt der Infrastruktur doch dazu, dass wir die Preise anpassen", erklärt Helmut Heidenbluth, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden. Damit werden die Mendener erstmals seit acht Jahren mehr für ihr Trinkwasser zahlen müssen.

Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 122 Kubikmetern Wasser bedeutet das monatliche Mehrkosten von 4,89 Euro. Im regionalen Vergleich zählen die Stadtwerke Menden damit auch weiterhin zu den günstigsten Anbietern.

 

Neue Herausforderungen für höchste Wasserqualität

Rechnung tragen müssen die Stadtwerke mit der neuen Preispolitik verschiedenen Entwicklungen, darunter auch den sich wandelnden Verhaltensweisen innerhalb der Bevölkerung und gesellschaftlichen Veränderungen. Der Wasserverbrauch ist in den letzten Jahrzehnten gesunken, die Fixkosten für die Infrastrukturpflege  sind jedoch gestiegen. „Zudem hat sich die Art und Menge von Fremdstoffen in den Gewässern verändert", erläutert Matthias Lürbke, Betriebsleiter der Stadtwerke Menden. Fortschritte in den Bereichen Medizin und Pharma sind beispielsweise Ursachen dafür, dass in der Ruhr so genannte „anthropogene Spurenstoffe" enthalten sind. Zu diesen zählen unter anderem auch Körperpflegemittel, Waschmittelinhaltsstoffe oder Nahrungsmittelzusatzstoffe. „Entsprechend müssen sich die Trinkwasseraufbereitung und die Kontrolle mitentwickeln", weiß Lürbke.

Vor diesem Hintergrund hat auch die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aktualisierte Vorgaben entwickelt, nach denen alle Wasserwerke bis zum Jahr 2016 technisch umgerüstet werden müssen. Das Aktionsprogramm „Reine Ruhr", in denen diese festgehalten sind, wirft bei den Betreibern natürlich ebenfalls Kosten auf. In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke Menden schrittweise und mit zahlreichen Maßnahmen für die Wasserversorgungs- und Wassergüte-Sicherung in Menden gesorgt. Synergieeffekte durch die Kooperation mit den Stadtwerken Fröndenberg ermöglichen zudem auch die neuen Richtlinien mit Hilfe des Wasserwerks im Ruhrtal - welches sich zurzeit in der Bauphase befindet - kostengünstig zu erfüllen.

 

Investitionen von 11,2 Millionen Euro in die Infrastruktur

Auch ohne die erneuerten Vorgaben des NRW-Umweltministeriums stehen die Qualität des Trinkwassers und die Versorgungssicherheit der Mendener Bürger bei den Stadtwerken Menden aber ohnehin an erster Stelle. „Daher investieren wir kontinuierlich und umfassend in die Pflege der Infrastruktur und die Kontrolle der Wasserqualität", erklärt Heidenbluth. Allein in den vergangenen acht Jahren sind dabei rund 11,2 Millionen Euro in den Neubau, die Erweiterung und die Modernisierung von Leitungen, Wasseraufbereitungsanlagen und Hochbehältern geflossen. „Diese Investitionen haben wir komplett aus eigenen Mitteln gestaltet", so der Stadtwerke-Geschäftsführer, „sodass auch in unserem Versorgungssegment Wasser keine Investitionsstaus in Menden bestehen. Die Kunden und wir selbst erwarten, auch im Wassersegment der Besserversorger Mendens zu sein, insofern richten sich unsere Qualitätssicherung, unsere Instandhaltung und auch unser Serviceangebot nicht allein an gesetzlichen Regelungen, sondern übersteigen diese zum Wohle der Verbraucher sogar."

 

Der Erfolg des 151-jährigen Energieversorgers, bei dem aktuell 118 Mitarbeiter beschäftigt sind, stützt sich auf die Bereiche Strom und Gas sowie Trinkwasser und Nahwärme. Mit der E-Services GmbH wird das Know-how in der Energiewirtschaft stärker vermarktet und anderen Energieversorgern und -vertrieben angeboten. Darüber hinaus entwickelt das Mendener Unternehmen neue attraktive Angebote im Bereich der regenerativen Energiegewinnung.

 

Hintergrundinformationen

Maßnahmen im Zuge des Aktionsprogramms „Reine Ruhr"

Zu den Maßnahmen, mit denen die Wasserversorger ihre Infrastruktur bis 2015, in einzelnen Ausnahmefällen bis 2016, „ertüchtigen" sollen, wie es in den Schriftsätzen des Ministeriums genannt wird, zählt unter anderem die Installation von geeigneten Verfahren zur Partikelentfernung, um einen wirksamen Schutz gegen mikrobiologische Verunreinigungen zu gewährleisten. Zudem müssen die Wasseraufbereitungsanlagen mit Adsorptionsstufen zur Eliminierung von Mikroschadstoffen ausgerüstet werden.

Die Wasseraufbereitung im Ruhrtal wird unter anderem mit einer Ultrafiltration zur Partikelentfernung sowie einer Aktiv-Kohle-Einheit die weitgehende Entfernung von organischen Spurenstoffen sicherstellen und somit bestens auch für zukünftige Herausforderungen an höchste Wasserqualität gerüstet sein.

Pressearchiv:

Maria Geers
Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing

02373 169 1300