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Dreiste Telefonwerber auf Kundenfang / Stadtwerke Menden warnen vor Herausgabe persönlicher Daten

(vom 14.07.2017)

Erneut ist es in Menden zu unseriösen Telefonanrufen gekommen, in deren Gesprächsverlauf auf dreiste Art versucht wurde, den Angerufenen zur Herausgabe sensibler Daten zu bewegen, um einen Stromliefervertrag abzuschließen. „In mehreren Fällen haben sich Mendener Kunden an uns gewandt und uns um Unterstützung geben", berichtet Philipp Haberle, Teamleiter Vertrieb bei den Stadtwerken Menden, „denn plötzlich waren ihre Stromverträge gekündigt, obwohl sie ihre Strombelieferung von den Stadtwerken Menden gar nicht beenden wollten."

So geschehen bei einer Mendener Kundin: Sie erhielt einen Anruf, in dem angeblich überprüft werden sollte, ob sie den günstigsten Vertrag der „Stadtwerke" habe. Dass es sich beim Anrufer keinesfalls um ihr heimisches Stadtwerk in Menden handelte, sondern ein Callcenter im Auftrag der Stadtwerke Pforzheim auf Kundenfang war, wurde ihr verheimlicht. In gutem Glauben gab die Kundin Auskunft über ihre Versorgungsdaten, unter anderem gab sie ihre Zählernummer preis. „Bereits wenige Angaben genügen, damit ein Versorgerwechsel – ohne das Wissen und die Zustimmung des Kunden – von jedem beliebigen Stromanbieter vorgenommen werden kann", warnt Philipp Haberle.

Die Kundin wandte sich an ihren heimischen Versorger und schilderte den Anruf, da sie Sorge hatte, einem unseriösen Anbieter ins Netz gegangen zu sein. Dass sie auf eine Betrugsmasche hereingefallen sind, ist vielen Kunden peinlich: „Niemandem muss das unangenehm sein, denn die Personen am anderen Ende der Leitung sind meistens darauf geschult, ihre wahren Absichten zu verschleiern,", erklärt Philipp Haberle. „Wir beraten und unterstützen unsere Mendener Kunden schnell und unbürokratisch in solchen Fällen, denn unseriöse Machenschaften verfolgen wir als regionaler Versorger konsequent und gerichtlich." Im Fall der Stadtwerke Pforzheim erwirkte der heimische Versorger eine einstweilige Verfügung zur Unterlassung derartiger Täuschungen.

Die Stadtwerke Menden sind für jeden Hinweis auf unerlaubte Werbeanrufe dankbar, da auch ihnen daran gelegen ist, ihre Kunden vor aggressiven Werbern zu schützen. Betroffene Kunden können sich einfach über die Stadtwerke Service-Nummer (02373) 169-2313 oder über kunden@stadtwerke-menden.de an ihren heimischen Versorger wenden.

Für Telefonwerbung herrschen strenge Regeln

„Es ist noch nicht einmal zulässig, einen Werbeanruf ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen zu tätigen" führt Stadtwerke-Anwalt Markus Kisler an. Die Stadtwerke Pforzheim behaupteten zudem, der Ehemann jener Kundin habe über eine Gewinnspielteilnahme sein Einverständnis für Werbeanrufe gegeben. „In diesem Fall jedoch hätte das Werbegespräch nicht mit der Kundin stattfinden dürfen, denn ein Einverständnis gilt immer nur personenbezogen", erklärt Markus Kisler von der Anwaltskanzlei Krepcke und Partner aus Menden.

Vorsicht bei der Herausgabe von Daten

„In Summe ist die Gefahr sehr groß, dass der ein oder andere Kunde den Anrufern in gutem Glauben auf den Leim geht." Vorsicht ist also in jedem Fall geboten, denn Ziel dieser Anrufe ist es offenbar, den Kunden vertragsrelevante Informationen zu entlocken. "Damit könne der Stromlieferungsvertrag gekündigt und ein neuer abgeschlossen werden." beklagt Haberle die Machenschaften der Anrufer. "Spekuliert wird dann auch darauf, dass die versendeten Vertragsunterlagen nicht als solche erkannt werden und die kurze Widerrufsfrist verstreicht." Ahnungslose Personen stünden plötzlich vor einem Rätsel, wenn sie einen neuen Vertrag in Händen hielten. Deshalb warnen die Stadtwerke Menden erneut ausdrücklich vor derart unseriösen und rechtswidrigen Versuchen, Strom- und Gaskunden durch Täuschung zur Herausgabe sensibler Daten zu bringen.

www.stadtwerke-menden.de

FAQs:

Welche Telefonwerbung ist erlaubt und welche nicht?

Telefonwerbung ist seit 2009 nur bei ausdrücklicher Einwilligung des Verbrauchers erlaubt. Diese muss vor dem Anruf vorliegen und kann nicht erst zu Gesprächsbeginn eingeholt werden. Bei Werbeanrufen darf zudem die Rufnummer nicht unterdrückt werden, damit sie leichter zurückverfolgt werden können.

Verstoßen Firmen gegen diese Regeln, drohen Bußgelder. Die Höchstgrenze liegt seit 2013 bei 300.000 Euro. Geldbußen können auch für unerlaubte Werbeanrufe von Telefoncomputern verhängt werden.

Wie kann ich mich vor Werbeanrufen schützen?

Gegen die Anrufe selbst gibt es kein Mittel, wenn die eigene Rufnummer in Umlauf ist. Verbraucher sollten sich deshalb überlegen, ob sie ihre Telefonnummer in ein öffentliches Telefonbuch eintragen lassen und an wen sie ihre Nummer weitergeben. Telefonkunden können zudem bei ihrem Anbieter beantragen, dass Anrufe mit unterdrückter Nummer nicht durchgestellt werden.

Was kann ich bei einem unerwünschten Anruf tun?

Die "wirkungsvollste Reaktion" ist es, einfach aufzulegen. Wer das Gespräch nicht abbricht, sollte den Anrufer offensiv zur Rede stellen. Betroffene sollten den Namen des Anrufers und seiner Firma sowie den Grund des Anrufs erfragen, die Telefonnummer aufschreiben und diese Angaben dann an das heimische Stadtwerk oder die zuständige Verbraucherzentrale oder die Bundesnetzagentur weiterleiten. Zudem sollte der Angerufene darauf hinweisen, dass weitere Anrufe unerwünscht sind, und die Löschung seiner Daten verlangen.

Welches Risiko besteht bei Werbeanrufen?

Mit Telefonwerbung werden Verbraucher regelrecht überrumpelt. Oft bleibt kaum Zeit zu überlegen, was der wahre Grund des Anrufes ist oder ob ein angebotener Vertrag über eine Dienstleistung sinnvoll und der Preis angemessen ist.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mit einem unseriösen Energie-Werber gesprochen zu haben?

Ein einfacher Anruf beim heimischen Versorger genügt. Dieser kann im Blick behalten, ob in den nachfolgenden Tagen eine Vertragskündigung durch den vermeintlichen „neuen Versorger" eingeht. Daraufhin kann durch einen schriftlichen Widerruf des Kunden innerhalb von 14 Tagen die Vertragsaufhebung erwirkt werden. Hierbei beraten und unterstützen die Stadtwerke Menden ihre Kunden auf Wunsch.

Pressemeldungen:

Maria Geers
Leiterin Unternehmenskommunikation & Marketing

02373 169 1300