< >
  • Sie befinden sich:

Photovoltaik und Stromspeicher

Menden, November 2018. Markttrends und technische Entwicklungen zu PV-Anlagen und Stromspeicher für Gewerbeimmobilien und Privathäuser: Dies bot die November-Ausgabe des „Talk im Casino“ bei den Stadtwerken Menden. Eingeladen hatten, gemeinsam mit den Hausherren, der Landesverband NRW der DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.) sowie die EnergieAgentur NRW. Mehr als 50 Interessenten aus Wohnungsbau, KMU und Fachpublikum aus der Energiewirtschaft, informierten sich – unter anderem – über das NRW Förderprogramm von Stromspeichern und über die Performance-Ergebnisse unterschiedlicher Lithium-Ionen-Speichersysteme.

Strukturwandel im Bereich der Versorgungssicherheit

Energie, die bisher von rund 200 Kraftwerksstandorten im Bundesgebiet auf Übertragungsnetz-Ebene bereitgestellt wird, wird sukzessive durch erneuerbar erzeugte Energie auf Verteilnetz-Ebene abgelöst werden, beschreibt Mit-Veranstalter Dr. Peter Asmuth (Landesverband NRW der DGS). Bereits jetzt sind im Bundesgebiet rund 2 Millionen Erzeugungsanlagen Erneuerbarer Energie in Betrieb – erwartet wird ein Anstieg auf 5 bis 10 Millionen EE-Erzeugungsanlagen und Stromspeicher. Eine Entwicklung, an der nahezu jeder Immobilienbesitzer partizipieren kann und welche enorme Potenziale – aber auch systemische Veränderungen – für Verteilnetzbetreiber mit sich bringt. Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke Menden, pflichtete dem bei und wies auf die Rolle der Stadtwerke innerhalb dieses Strukturwandels hin. Eine neue Definition von Dienstleistung, nämlich die des Service-Managers für dezentral erzeugte Energie durch Klein(-Anlagen) in privater Hand, muss entwickelt und implementiert werden. Reichelt betont: „Wir sind nicht mehr nur Energielieferant, wir sind Contracting-Partner für PV- und Speicheranlagen, Energiemanager und zukünftig sicherlich auch Handelsplattform-Anbieter für die in unserem Netz agierenden EE-Erzeugungsanlagen“.

PV-Anlagen und Stromspeicher: Ein wachsender Markt

2018 wird voraussichtlich jede zweite Photovoltaik-Dachanlage mit einem Speicher ausgestattet sein. Carl-Georg Graf von Buquoy (EnergieAgentur.NRW) berichtete vom kontinuierlichen Wachstum der installierten Speicher im Bundesgebiet: 35.000 neu installierte Speicher im laufenden Jahr, erhöhen die Gesamtzahl der Stromspeicher in Deutschland auf ca. 100.000. Fallende Preise für Stromspeicher werden diesen Trend begünstigen. Zudem verwies von Buquoy auf das NRW-Programm „Progres“, welches die Investition in einen neuen Speicher mit bis zu 50% fördert. Im Fokus bei der Dimensionierung eines Speichers – rät von Buquoy – sollte die Steigerung des individuellen Autarkiegrades und der Eigennutzung der erzeugten Energie stehen.

Stromspeicher:  Systemvielfalt bietet Stellschrauben für passgenaue Lösungen

Die aktuellen Entwicklungen zum Stand der Technik, der Wirtschaftlichkeit, Autarkie und Sicherheitskriterien – unter Berücksichtigung von Vorschriften bzw. Richtlinien beim Betrieb der Speicheranlagen – beleuchtete der Vortrag von Felix Büchle (Karlsruher Institut für Technologie, KIT). Zwanzig unterschiedliche Lithium-Ionen-Speicher hatte das Institut vorab geprüft. Nicht alle Speichersysteme wurden als empfehlenswert eingestuft und die deutlichen Performanceunterschiede regten eine intensive Schlussdiskussion unter den Veranstaltungsteilnehmern an.

Talk im Casino: Die Referenten und Moderatoren
Foto v.l.n.r.: Talk im Casino: Die Referenten und Moderatoren: Bernd Reichelt - Moderator - (Geschäftsführer Stadtwerke Menden), Dr. Peter Asmuth - Moderator - (1. Vorsitzender des Landesverbandes NRW der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.), Carl-Georg Graf von Buquoy - Referent - (Netzwerkmanager Photovoltaik, EnergieAgentur.NRW), Felix Büchle - Referent - (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Karlsruher Institut für Technologie)

Ihr Kontakt und Presseanfragen:

Maria Geers
Teamleiterin Unternehmenskommunikation

Tel.: 02373 169 1300

m.geers@stadtwerke-menden.de

Bitte beachten Sie:
Die von den Referenten zur Verfügung gestellten Unterlagen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen – ohne ausdrückliche Genehmigung – nicht vervielfältigt oder veröffentlicht werden. Sie dienen ausdrücklich nur der persönlichen Information.