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Mobilität der Zukunft: Stadtwerke Menden werben erfolgreich Fördergelder ein

(vom 16.03.2021)

Menden/Südwestfalen. Wie können wir auch auf dem Land sicher, komfortabel und nachhaltig mobil bleiben? Mit dieser zukunftsträchtigen Frage beschäftigen sich die Stadtwerke Menden bereits seit mehreren Jahren – mit sichtbarem Erfolg: Im Rahmen des NRW-Strukturprogramms Regionale.2025 werden die Mendener gemeinsam mit ihren Projektpartnern gefördert, um zu erforschen, wie die Region auch in Zukunft durch intelligente Mobilitätsangebote attraktiv bleiben kann.

Im Zentrum des Engagements der regionalen und überregionalen Partner auf diesem Gebiet steht das Dachprojekt landmobil.2025 – Dorfmobilität der Zukunft. „Was hier vor Ort konkret für Menschen in Südwestfalen untersucht wird, soll anschließend auch auf andere ländlich geprägte Regionen übertragbar sein“, erklärt Prof. Dr. Torsten Bertram von der Technischen Universität Dortmund. Um eine solche Zukunftsvision, die die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt, realisieren zu können, wird nun ein erstes konkretes Teilprojekt im Rahmen der Regionale.2025 gefördert: DEmandäR. Dieses Teilprojekt zeichnet sich durch Grundlagenforschung und Messungen in der Region aus, deren Ergebnisse als Basis für die Umsetzung weiterer Bausteine des Dachprojekts landmobil.2025 dienen. So werden über drei Jahre Messdaten erhoben, um den Einfluss von Tages-, Jahres- und Witterungseinflüssen auf das „Sehen“ des Autos zu analysieren. Diese Daten stellen eine wichtige Grundlage für die Generierung von Karten- und Umfeldmodellen dar, die unter anderem für automatisiertes Fahren benötigt werden.

Und auch das Dachprojekt sowie ein zweites Teilprojekt sind auf einem erfolgsversprechenden Weg: Die Projekte landmobil.2025 und MOBIx wurden mit dem zweiten Stern ausgezeichnet – der Vorstufe zur Förderung. Noch einen weiteren Bewerbungsschritt müssen die Anträge durchlaufen, bis die Mendener und ihre Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft loslegen können. „Das ist ein toller Erfolg, den die Stadtwerke für Menden und die Region schon erreicht haben. Gemeinsam werden wir so die Mobilitätswende in unserer Stadt und der Region aktiv vorantreiben, um einen Beitrag zur vernetzten und nachhaltigen Mobilität zu leisten“, sind sich Bürgermeister Dr. Roland Schröder und Sebastian Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Menden, einig. Im nächsten Projekt soll das Anfahren und Halten von automatisiert fahrenden Shuttles mit Passagieren an einem Haltepunkt näher untersucht werden. Dabei sollen reale Fahrversuche in einem oder mehreren Dörfern stattfinden, die technisch geeignet sind. Weitere Orte bringen sich in eine lernende Gemeinschaft der Dörfer ein und profitieren von den Ergebnissen, die in virtuellen Simulationen auf das eigene Dorf übertragbar sind. Da die Verantwortlichen jetzt konkreter werden können, steht auf dem Weg zum dritten Stern nun ein weiterer wichtiger Schritt an: Die Dörfer in Südwestfalen können sich unter www.dorfmobilitaet.de über das Projekt informieren und Interesse an einer Teilnahme als Modelldorf bekunden.

„Besonders wichtig ist uns, dass die Projekte stark an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet sind. Der Dialog mit den Bürgern ist uns dabei ein zentrales Anliegen“, erklärt Matthias Thelen, Teamleiter Projektentwicklung der Stadtwerke Menden. Denn vom Endergebnis sollen die Bewohner Südwestfalens und anderer ländlicher Regionen konkret profitieren. Durch ein optimal verknüpftes Netz an Mobilitätsangeboten sollen unter anderem der öffentliche Nahverkehr gestärkt und individuelle Autofahrten im eigenen Fahrzeug reduziert werden. Um Zubringerverkehre aus den Dörfern für den ÖPNV zu schaffen, können beispielsweise kleinere Shuttlebusse, E-Bike-Sharing, E-Scooter-Sharing und Car-Sharing eingesetzt werden. Als Partner haben sich die Stadtwerke daher von Beginn an die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) als vor Ort ansässigem ÖPNV-Anbieter ins Boot geholt. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Regelungssystemtechnik der Technischen Universität Dortmund als wissenschaftlicher Vorreiter auf dem Gebiet der Mobilitätsforschung und weiteren Partnern aus der Industrie hat sich ein hochkarätiges Team zusammengefunden. Für Stefan Janning, Prokurist der MVG, ist es wichtig, in Zusammenarbeit mit den Partnern konkrete Ergebnisse für die Bürger zu erreichen: „Mobilität ist für uns ein Teil der Daseinsvorsorge – wir kommen so unserem Auftrag nach, diese Themen voranzutreiben, um aktiv und nachhaltig die Lebensqualität der Menschen im Märkischen Kreis und der Region Südwestfalen zu verbessern.“

Diesen Ansatz vertritt auch Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner, der besonders die interkommunale und kreisübergreifende Zusammenarbeit in diesem Projekt hervorhebt: „Unsere Mobilität, also die Art und Weise wie wir uns hier in der Region fortbewegen, ändert sich stetig: Stand in den letzten Jahrzehnten das Auto im Mittelpunkt der Verkehrsnutzung, ist heute die Vernetzung verschiedener, möglichst klimafreundlicher Verkehrsmittel wie Fahrrad, Bus und Bahn oder auch Sharing-Konzepte über die Grenzen der Gemeinden, Städte und Kreise hinweg von zukunftsweisender Bedeutung.“

 

Pressearchiv:

ppa. Alexander Nickel
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Prokurist Geschäftsbereich Vertrieb

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