Streuobstwiese in der Horlecke

Lebensraum für Mensch und Natur

Im Jahr 2019 wurde in der Horlecke auf einer rund 8.500 Quadratmeter großen Fläche eine Streuobstwiese angelegt. Gepflanzt wurden 53 hochstämmige Obstbäume mit insgesamt 27 verschiedenen Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen- und Mirabellensorten. Ergänzt wird die Fläche durch eine artenreiche Wildblumenwiese sowie Heckenpflanzungen zum Vogelschutz. Ziel des Projekts war es, eine strukturreiche Fläche mit Obstbäumen, Blühfläche und Hecken anzulegen, die Tieren Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten kann.

Im Jahr 2026 wird ein Zaun installiert und die Blühfläche nach Wildschweinschaden neu eingesät.

  • Artenvielfalt: Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzenarten
  • Klimaschutz: Obstbäume und Gehölze speichern Kohlenstoff während ihres Wachstums

Streuobstwiesen sind besonders wertvoll

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Die Kombination aus hochstämmigen Obstbäumen, extensiv genutztem Grünland und blütenreichen Wiesen schafft vielfältige Strukturen und ökologische Nischen. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Wild- und Honigbienen, Vögel und zahlreiche Kleintiere. Obstbäume und Gehölze speichern während ihres Wachstums Kohlenstoff. Die Fläche verbindet Obstbau, Blühfläche und Gehölzstrukturen.“ Die Streuobstwiese in der Horlecke ergänzt das Angebot an Blüh-, Gehölz- und Obstbaumstrukturen im Mendener Stadtgebiet.

Umsetzungszeitraum /Inbetriebnahme Datum2019 (seitdem jährliche Pflege: Baumschnitt- und Mahd)
ProjektartNaturschutz
NutzenStreuobstwiesen können durch Obstbäume, Blühflächen und Hecken unterschiedliche Lebensräume und Nahrungsangebote schaffen.
Standort/KoordinatenMenden Horlecke 
Weitere Informationen53 hochstämmige, langlebige Bäume, 27 verschiedene Obstsorten 
8.500 qm Blühfläche mit Regio-Saatgut
Anpflanzung von 80 Heckenpflanzen (Vogelschutz)

 

Ingrid Marie
Jakob Lebel
Zabergäu Renette
Goldparmäne
Jakob Fischer
Weißer Klarapfel
Freudenberger Nützerling
Biesterfelder Renette
Gravensteiner
Goldrenette von Blenheim
Roter Eiserapfel
Rote Sternrenette
Kaiser Wilhelm Apfel
Holsteiner Cox
Prinz Albrecht von Preußen
Klarapfel
Dülmener rose
Luxemburger Renette
Roter Bellefleur

Bühlers Frühzwetsche
Hauszwetsche
Mirabelle von Nancy

Nordhäuser Winterforelle
Pfundsbirne
Gute Graue

Hedelfinger Riesenkrische
Gaarns Bunte

Fragen und Antworten zur Streuobstwiese

Die heutige Fläche der Streuostwiese war ein brachliegendes Areal von ca. 8.500 m². Dort hatte sich eine invasive, also nicht-heimische Kirschart (spätblühende Traubenkirsche) ausgebreitet, die die heimische Fauna und Flora verdrängte. Vor diesem Hintergrund haben die Stadtwerke nach einer für die Natur bestmöglichen Lösung gesucht. Um die Fläche nachhaltig für die Natur zu optimieren und insbesondere heimischen Insekten einen Lebensraum zu geben, wurde daher eine Streuobstwiese mit Blühfläche angelegt.

Die Auswahl der Baumsorten erfolgte aus der Empfehlungsliste des Koordinierungsausschusses „Obstwiesenschutz in NRW“ (https://www.landwirtschaftskammer.de/gartenbau/beratung/pdf/nrw-sortenliste.pdf) unter Berücksichtigung der Höhenlage.

Die 53 Obsthochstämmen sind eine Auswahl an alten Sorten, die aus dem heutigen Marktgeschehen verschwunden sind. Diese alten, kulturhistorisch wichtigen Sorten sollen auf dieser Fläche durch eine dauerhafte Pflege für zukünftige Generationen erhalten werden.

Durch die Umwandlung der Fläche in eine Streuobstwiese wurde ein für die Region typisches Kulturlandschaftsbiotop am Siedlungsrand mit hohem ökologischen Nutzen geschaffen, welches zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum gibt. Gerade im durch Gewerbe- und Wohnbaugebiete sowie Verkehrsflächen stark überformten Mendener Hönnetal,  kann diese Fläche somit als Trittsteinbiotop dienen. Durch die Obstbäume sowie die extensive Wiesennutzung wurde insbesondere für Insekten ein wichtiges Habitat geschaffen.

Neben den Obstbäumen und der Wildblumenwiese wurden Gehölzstrukturen geschaffen, die Vögeln einen Lebensraum bieten. Damit die Fläche auch dem Neuntöter einen potentiellen Lebensraum bietet, wurde bei der Auswahl der Gehölzarten ein besonderer Schwerpunkt auf Gehölze mit Stacheln und Dornen gelegt (Schlehen, Weißdorn und Hundsrose).

Juni 2026

Juni 2026

 Zaunbau Juni 2026

Wildschweinschaden Winter 2025/ 2026

Oktober 2025

Oktober 2025

Oktober 2025

Oktober 2025

Frühjahr 2022

Frühjahr 2022

September 2020

Juli 2020

Juli 2020

September 2019

Mai 2019

Mai 2019

vorbereitete Fläche, März 2019

gerodete Fläche

Bearbeitung der Fläche, Februar 2019

Fläche vorher, Januar 2019

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